Das Hofgeflüster 1999



Adresse des Pitschöler Hofes, die;
 
 
Schönblickweg 11

I 39056 Welschnofen

Südtirol / Italien

 

Almöi, der;

Der bärtige Bergbewohner hat einen eigenbrötlerischen liebenswerten Charakter. Er verbringt seinen Sommer auf der Alm in Gesellschaft von Ziegen, Kühen und Schafen. Der Förster vom Silberwald besucht ihn bisweilen. Heutige Zeitgenossen begegnen ihm selten, es sei denn, man sieht ihn im Fernsehen für Süßes werben.

 

Andrea Dönni (2. Freizeit);

läßt sich als sinnlos wertvoll bezeichnen und wird den Pitschi als staatlich geprüfte Bauzeichnerin argwöhnisch unter die Lupe nehmen. Wenn das Gebälk ihrem Blick standhält, wird sie dort eine Praxis mit Anna als Blasenstecherin eröffnen.

Wenn Andrea nicht gerade in Münster studiert, oder sie Seminare im Jugendbildungshaus “Wasserburg” abhält, so sorgt sie für viel erfolgreichen Trubel als Gleistliche Leitung in der Stadtgruppe Paderborn.

 

Andrea Düchting (1.Freizeit);

ist eine der 3 Leiterinnen der ersten Freizeit und fährt mittlerwiele zum 5(!)ten Male nach Südtirol. Pädagogische Fähigkeiten hat sie sich beim Leiten der Ferienfreizeit letztes Jahr und bei zahlreichen Gruppenstunden angeeignet. Als überzeugte Ettelnerin unterstützt sie die Schützenkapelle mit ihrer Querflöte und außerdem munkelt man, sie würde circa zwei bis drei mal im Jahr an den Externsteinen heidnischen Kulten und Ritualen frönen und habe außerdem magische Kräfte... 


Andreas (1. Freizeit);

Sein großes Projekt, wie jedes Jahr, für die Freizeit ist der Bau einer Therme, damit er die Vorzüge der Zivilisation auch in der Einöde nicht missen muß. 

Wir hoffen jedoch, daß auch andere in Genuß dieses “Luxus” kommen werden. 

Dieses Jahr will er eine Stahlseifenkiste bauen und die steilen Serpetinen runter ins Dorf bügeln. Wer ihn wieder hoch zum Hof zieht, darüber herrscht nach Unklarheit (Die Grumis?). 

Somit ist klar, daß Andi einer von diesen verrückt, berüchtigten Bastlern und Tüftlern ist. Unvergeßlich sind die Erlebnisse, wie er letztes Jahr zusammen mit Toni den Hof repariert hat. 

Ansonsten ist Andreas wohl einer der fitteren Leiter, schließlich joggt er bereits seit den Osterferien, um für die 2-Tages- Tour fit zu sein. Fit ist der Abiturient auch in der Nahrungsaufnahme.

 

Anna (2.Freizeit);

ist ein Freund, ein echter Freund, das ist das beste, was es gibt auf der Welt und beonders am Pitschöler. Dem ist nichts hinzuzufügen.

 

Ausrüstung, die;

Aus jahrzehntelanger Erfahrung aus Freizeiten auf dem Pitschöler Hof empfehlen wir, sich eher früher als später Gedanken darüber zu machen, was man zum Leben braucht:

 

Ausrüstungsliste, die;
 

Ausrüstungsgegenstand:

mitgenommen:

retour:

Unterwäsche, 

Socken/Strümpfe

kurze/lange Hosen, 

Badehose/ -anzug/ -kappe

Blusen, 

Hemden, 

T-Shirts, 

Pullover (mindestenseinen wollig-warmen), 

Jacken,

Schuhe/Sportschuhe,

Schuhputzzeug, 

Schlafsack,

Bettuch,

Schlaf-/Jogginganzug,

Waschzeug (biologisch abbaubar),

Waschlappen, 

Zahnbürste/ -pasta

Handtücher, 

Taschentücher, 

Regenzeug, 

dicke Socken, 

Bergschuhe oder Geld zum Kauf

Wasserflasche, 

Isomatte, 

Rucksack,wenn vorhanden,

Regenzeug, 

Sonnencreme, 

Sonnenhut, 

evtl. Sonnenbrille,

Musikinstrumente, 

Gesellschaftsspiele,

     

Reiselektüre

evtl. Taschenlampe,

Reiseproviant und 

internationaler Krankenschein, 

einen gültigen Perso/Kinderausweis/Reisepaß, 

und 

und

und 

und 

und 

Bauchladen, der;

erfreut auch heute noch Grumi, Leiter und Toni in gleicher Weise. Die Kultur der Dumping Preise hat in den letzten Jahren ebenso gelitten, wie der Mut, Perversionen einzukaufen. Als Renner des Sortiments hat sich Schocki erwiesen, während man mit Vivil garantiert den Ladenhüter einkauft. Aber das Unternehmen Bauchladen expantiert. Öffnete doch unter Joes Regie erstmals ein Bauchladen auf der Latemarspitze. Auch der Servicecharakter des Bauchladens ist stark ausgebaut worden... . Man schrieb das Jahr 1994: Küche um 4.15 des morgens (!), drei Leiterleichen erklären sich gegenseitig die Welt. Plötzlich ein leises, höfliches Klopfen an der Küchentür. Ein “Herein” aus der Küche. Andre T., damals noch Grumi, öffnete die Tür und fragte:” Macht der Bauchladen bald auf?” Verwunderung. Keine Reaktion aus der Küche. Darauf Andre: “Ich habe Hunger.”

Berg, der;

Der Berg ruft. Ja, er kann wirklich rufen! Wenn der Ruf stark genug ist, erreicht uns sein Verlangen den Gipfel zu erklimmen auch im fernen Paderborn. So muß man einfach losgehen, auch wenn der Weg beschwerlich ist und man selber eher faul. Aber der Berg ruft und so gibt es kein Halten, bis man auf der Poppekanzel oder dem Latemar steht. Aber es ist genauso toll, auf dem Klo zu sitzen und sich die Berge von unten anzugucken.

 

Böller, die 

liegen an längst vergessenen Orten auf dem Hof herum. Selbst in der Küche ist man vor ihnen nicht sicher. 1997 wäre die Köchin Nicole W. Fast ein Knallkörper - nein, nicht in den Eintopf gefallen, das wäre zu verkraften gewesen - sondern in die offene Gasflamme gefallen, als sie nach einem Gewürz in dem Schrank fischte. Auf den flambierten Pitschöler!

 

Bus, der;

Kurzform von Omnibus, eine etwas langgezogene Version eines Automobils mit 50 Sitzplätzen und einem Fahrersitz. Ein Bus dient zur Beförderung von Personen im öffentlichen Nahverkehr oder, wie in unserem Falle, als Überlandbus von Paderborn zum Pitschöler Hof. Es empfiehlt sich, den Abfahrtsplänen und Ankunftszeiten mehr als einen Blick zu widmen:

 

Abfahrt der I. Pitschöler-Freizeit :

22. Juni 1999 21 Uhr auf dem Parkplatz Rathenaustraße

(gegenüber dem Bahnhof) 

 

Ankunft der I.Pitschöler-Freizeit in Paderborn:

09. Juli 1999 gegen 21 UhrParkplatz Rathenaustraße

Ob wir gut angekommen sind, die genaue Ankunft in Paderborn, oder was sonst noch so abgeht, kann man bei Familie Bajohr erfahren (Telefon: 05251 / 36008).

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Abfahrt der II. Pitschöler-Freizeit:

08. Juli 1999 21 Uhr auf dem Parkplatz Rathenaustraße

Ankunft der II. Pitschöler-Freizeit in PB:

30. Juli 1999 gegen 21 Uhr Parkplatz Rathenaustraße

Ob wir gut in Südtirol angekommen sind und die genaue Zeit der Ankunft in Paderborn erfahren Sie bei Familie NN.

 

Carina (1.Freizeit), 

Sie gehörte bis zu diesem Jahr zu den Oldies unter den Grumis und möchte nach 7 sündig süßen Grumijahren nun endlich auch mal den Mantel der Verantwortung überwerfen und Grumihorden durch die Endlichkeiten der Bergwelt führen. Mit chamantem Schalk und Einsatzbereitschaft ist sie bei der Sache und konnte somit einige Grumis anwerben, indem sie zusammen mit Julia die Klassen des Reismann Gymnasiums stürmte und großzügig nette Worte und Flyer regnen ließ.Seit also gewiß: Mit dieser Frau ist zu spaßen!

Vorsicht ist allerdings bei ihren berühmten “gute Laune” Phasen angesagt, dann kann sie nämlich zu einem Schwergewichtslabberweltmeister werden .


Chaos, das;

Tritt unweigerlich in einer Freizeit auf, und ist stets für eine Überraschung gut. Zuerst herrscht ein großes Tohuwabohu auf dem Pitschöler, aber mit der Zeit sortiert sich das ganze Drunter und Drüber und nimmt teilweise liebenswerten bis ätzenden Charakter an. Die Methode der Chaosforschung ist dabei der Versuch, gemeinsam Sinn in die Sache zu bringen. 

 

Christian (2. Freizeit);

Am Anfang kommen die Fußspitzen seiner großen Füße, danach sieht man in 1,95m Höhe seine Nase in den Wolken. Hört man dann noch ein lautes Magenknurren, so handelt es sich ohne Zweifel um Christian, der grundsätzlich Hunger zu haben scheint und aufgrund besagter Geräusche und seiner immensen Schuhgröße (darf geraten werden) nur liebevoll “Bigfoot” genannt wird. Der wohl eindeutig “längste” Freizeitleiter und überzeugenste Weihnachtsmann aller Zeiten, wird als angehender Werbe- Mediendesigner das Ressort Finanzen übernehmen. Seine liebste Kopfbedeckung ist übrigens der Sombrero, was ihn zu einem “Mexikaner-Tag” auf dem Pitschi bewegt. Darüber hinaus pflegt der zur Zeit amtierende Stadtgruppenleiter die Kunst des spitzen Witzes und der Situationskomik.

Trotz seiner 20 Jahre ist Christian das Nesthäkchen im 2. Team und darauf ist er sehr stolz, immerhin mußte er 4 Pitschöler Freizeiten lang warten, um dieses Privileg einzunehmen. Aber vorsicht: It s cool man! 

 

Dieter, der

kommt vom Nachbarhof und kennt die Freizeiten, seit er als Kuhhirte die Herde immer am Pitschöler vorbeitrieb. Mittlerweile ist er auf seinenm Hof selbst sein Juniorchef und verbringt so manchen Abend in der Küche. Gilt wegen seiner guten Laune als echter Südtiroler & Charmeur

 

Doko, das;

Kurzform für Doppelkopf. Es ist ein traditionelles Kartenspiel für die Zocker in der KSJ und am Pitschöler. Die Nächte werden zu Tagen gemacht oder umgekehrt, und wer es noch nicht kann, der erhält einen Schnellkurs:

Herz 10 = Dulle, dann alle Damen, Buben, Karos... (siehe auch Schafkopfen)

Dolomiten, die;

Mächtiges Gebirgsmassiv in Südtirol, an dessen Fuße der Pitschöler liegt.

Bestehend aus Calcium- Magnesiumcarbonat (dem sogenannten Dolomit). Auf dem höchsten Gipfel der Dolomiten, der Marmolata, befindet sich ein Rehabilitationsgletscher für in die Jahre gekommene Yetis. In diesen Gefilden hält sich auch der Aberglaube: Reinhold Messner gebe es wirklich, eisern fest.

Nähere Informationen beim Fremdenverkehrsverein in Bozen.


Dreieck, das;

Eigentlich eine geometrische Bezeichnung aus der Mathematik, die wir in den Sommerferien aber in den Schulen gelassen haben. Nein, in unserem Fall handelt es sich um die Weggabelung zwischen Moseralm und Meierei-Pitschöler, die seit alters her Dreieck genannt wird. Hier muß man scheiden, kommt aber auch an.

 

Dusche, die; 

Wird vom Pitschi gesprochen, so werden liebend gerne Anekdoten von den Duschenabenteuern erzählt, da die Dusche die wichtigste Institution nach einer schweißtreibenden Wanderung am Pitschi ist. Aus diesem Grund wird die Duschanlage penibel sauber gehalten und wird morgens, nachmittags und abends gründlich gesäubert. Die Dusche selber befindet sich vor dem Haus, neben der Waschstelle und spuckt zu manchem Grumi- und Leiterschrecken oftmalsviel zu kaltes Wasser aus. Halt, das ist nicht ganz richtig: Wenn nämlich die Sonne auf den Pitschi scheint, so wird das Wasser, welches sich gerade im Schlauch befindet, auf angenehme 30 Grad C. aufgeheizt, sodaß die ersten zwei Duschwilligen eine warme Portion Wasser abbekommen. Will man demnach eine warme Dusche haben, so muß man halt nur schneller als alle anderen sein oder zu zeitlich günstigen Zeiten duschen (s. Kochteam, das). Aus diesem Grund hat sich auch dem Pitschi ein Duschensport entwickelt, bei dem nach einer anstrengenden Wanderung noch einmal die letzten Kraftreserven aktiviert werden, um bloß eher als sein Nachbar an der Waschstelle anzukommen. 

Dies ist ein Aufruf an alle Duschenrenner: Mal ehrlich, was gibt es besseres als sich nach der Wanderung den Staub vom Körper zu waschen und sich die pure Erfrischung in Form einer kalten Dusche zu holen??? 

Aber wer weiß? Vielleicht wird dieses Jahr noch eine Art Therme gebaut, so daß wir warmes Wasser im Überfluss haben!

Ist man aber erst einmal unter der Dusche, so kann man sich ganz entspannt dem Motto hingeben: “ Ich wage es ich selbst zu sein und nicht der Mensch, den Du haben willst.”

Essen, das;

wird von den Köchen liebevoll zubereitet und verschwindet meist hastig in den Bäuchen von hungrigen Leitern und Grumis. Ab und zu sollte man aber nicht vergessen, den Köchen ein liebes Lächeln zu zuwerfen, um sich für das delikate Essen zu bedanken (und nicht etwa, um das nächste Mal eine noch größere Portion zu bekommen). Als Betthupferl kann man sich dann noch zusätzlich am Bauchladen verköstigen.

 

Eva (Wanderfreizeit)

ist nach fünf Jahren Pitschöler-Freizeiten endlich auch mal als Leiterin einer Wanderfreizeit dabei. Nach monatelangen Vorbereitungen und Erkundungen der Pyrenäen will sich die frischgebackene 19-jährige Abiturientin erst einmal auf eine 3-wöchige Wandertour begeben. 

Mit ihren erworbenen Kenntnissen in Biologie wird sie mit Sicherheit die ein oder andere unbekannte Pflanze bestimmen oder auch nach einem anstrengenden Tag die Leiden der unermütlichen Wanderer beheben können. Doch wen oder was sie dort oben noch alles entdecken wird, steht leider noch in den Sternen...

...aber vielleicht trifft sie dort oben ja zufällig einen bayerischen Leidensgenossen,mit dem sie ihre Stunden der Einsamkeit zusammen verbringen kann.

 

Freizeit, die;

Doppeldeutig schillernder Begriff, der eine angebotsfreie Zeit (Muße, Ruhe, Faulenzen,...) und ein Grenzgebiet zur Langeweile umschreibt. Andererseits ein Wort für eine zwei/dreiwöchige Expedition durch Raum (Berge) und Zeit (Sommer).

 

Gäste, die:

haben bestimmte Privilegien: Wer seinen Teller dreckig macht, der/die spült. Wer seinen/ihren Fuß unter Tonis Tisch setzt, der/die hat einen Unterhaltungsbeitrag zum Ergötzen der LeiterInnen und des Hofbesitzers zu leisten. 

 

Geld, das;

Für die Freizeiten haben wir bei der 

Bank für Kirche und Caritas im Erzbistum Paderborn (BLZ: 472 603 07)

zwei Konten eingerichtet:

KSJ Paderborn - Erste Freizeit

Stichwort: Südtirol 1´99

Kto.: 17 351 801

550,- inkl. 60,- Taschengeld

KSJ Paderborn - Zweite Freizeit

Stichwort: Südtirol 2`99

Kto.:17 351 802

650,- inkl. 80,- Taschengeld 

Wir bitten Sie, die Teilnahmebeiträge umgehend zu überweisen. 

Bitte geben Sie Ihren Namen und das Stichwort deutlich an.

Gesamtausgabe, die:

Haltet ihr in euren Händen, da sich die beiden KSJ -Freizeiten als gemeinsames Unternehmen Zukunft verstehen. Entsprechend sin LeiterInnen und Infos speziell gekennzeichnet. 

 

Geschichte, die Gute-Nacht:

Von morgens früh - für Morgenmuffel viel zu zeitig - bis kurz vor Mitternacht, stürzen unzählige Eindrücke und Einfälle auf einem zu. Die Gedanken wirbeln in den Köpfen umher, verdrehen sie. Um Ruhe zu finden, lassen manche Schäfchen übern Zaun zu hüpfen, gefolgt von ganzen Schafherden. Und wieviel schöner ist es doch, sich auf dem Dachboden lang auszustrecken, das Licht zu löschen und sich eine Gute-Nacht Geschichte vorlesen zu lassen. Sanft in den Schlaf hinüber zu gleiten, dem Platschen der Regentropfen zu lauschen (gelegentlich) oder ein halblautes Schnarchen von links (öfter).

 

Gipfelschokolade, die;

Der Gipfel des Bergwanderns ist sicherlich der Augenblick der höchsten Genüsse, wenn man ruhig ins Tal herunterblickt, winzige Häuser und Menschen nur erahnen kann, den Wind und die Sonne auf der Haut spürt. Wer kann in solchen Momenten der zartesten Versuchung da noch widerstehen?

 

Grumis, die;

geben der Freizeit erst den richtigen Pfiff. Sie lassen die Leiter nach ihrer Pfeife tanzen und riskieren dabei einen derben Anpfiff. Bis zum Abpfiff bleibt allerdings die Frage offen, wer aus dem letzten Loch pfeift und wer wem Flötentöne beibringt. 

 

Grumipforte, die;

nennt man das Küchenfenster Richtung Hörner und Klo. Da dem gemeinen Grumi der Zugang zur Küche meist verwehrt bleibt, ist sie dieNabelschnur zwischen Team und Grumis. Bei den Grumis ist die Grumipforte deshalb so beliebt, weil sich dort allerlei lautstarke Neuigkeiten aus Top-Secret LeiterInnen-Runden erfahren lassen, die die Küche eigentlich nicht verlassen sollten. LeiterInnen lieben die Grumipforte, weil man Nachts schnell hindurchschlüpfen kann, um den Weg zum Klo exorbitant zu verkürzen. 

 

Heavy Metal Tag, der, die, das;

Heavy Metal bildet. Ihr glaubt uns nicht? Wir werden es euch schon zeigen! Muskelbepackte, headbangende, schwitzende Gitarrengötter werden euch an diesem Tag beweisen, daß eine gewisse moderne Musikrichtung nicht Techno, sondern Tech-No geschrieben werden sollte.

P.S.: Unser Musikgeschmack ist nicht so intolerant, wie es hier vielleicht anklingt!

Leider kann dieser Heavy Metal Tag nur in der ersten Freizeit stattfinden! 

 

Hof, der;

Die Zauberformel, die die KSJ-Stadtgruppe Paderborn zusammenhält, besteht aus einem einzigen, schlichten Wort: Pitschöler.

Wie es nun einmal bei magischen Dingen ist, lassen sie sich schlecht in Worte fassen. Am einfachsten ist noch zu erklären, daß der Pitschöler ein urgemütlicher Bergbauernhof in den Südtiroler Dolomite/n ist, der eingebettet von den Gebirgszügen des Latemar und des Rosengartens, das Ziel von KSJ - Freizeiten seit nun mehr 20 Jahren in den Sommerferien ist. 


Begonnen hat alles damit, daß Josef Kröger, seines Zeichens Gruppenkaplan und Religionslehrer am Reismann, mit dem Pitschöler-Toni wettete und gewann. Beide können (oder wollen) sich nicht mehr an den Wettgegenstand erinnern. Aber seitdem fährt die KSJ zum Pitschöler.

 

Hugo, die Nummero I bis IV, 

hat eonen dicken Bauch, weil er eigentlich eine ordinäre Thermokanne ist. Wenn er ordentlich gefüllt wird, ist vornehmlich heiss dampfender Kaffee drin. Hugo I hatte eine Hasenscharte und wurde aussortiert. Hugo II ereilte ein ähnlich trauriges Schicksal. Hugo III wurde von der Köchin von der Tischkante gestossen und dabei irreparabel verletzt. Ob dies Totschlag, fahrlässige Tötung oder Mord war, darüber entscheidet der Pitschöler-Gerichtshof demnächst. Hugo IV verrichtet tapfer & treu seinen Dienst. 

Indiaka, das; 

Ein spaßiges Spiel, indem die Hände zu Federballschlägern werden, um den altindianischen „Großen Federball„ durch die Luft zu wirbeln und in der gegnerischen Hälfte wie beim Volleyball auf dem Boden möglichst dekorativ zu plazieren. Im Stadion „Bella Vista - Schönblickweg„ finden unter Beteiligung der weltbesten WettkämpferInnen die Pitschi-Champion-Chips '98 statt. Dies ist ein Platz für hoffnungsvolle Träumer, die auch einmal den heißbegehrten Pott in den Händen halten wollen.

 

Ingwer, das Gewürz (1. Freiizeit)

Als angehender Offizierzanwärter ist Ingwer darauf bestrebt, die Ordnung und Gerechtigkeit auf dem Pitschöler Hof aufrecht zu erhalten. 

Während die meisten Pitschianer noch ihren Matratzenhorchdienst schieben, ist der Hans Meiser unter den Frühaufstehern bereits am Joggen und schiebt einige Extrarunde vor dem Hof. Hoffentlich wird er dabei auch die Brötchen vor der Meierei entern und zum Hof transportieren. 

Der fröhlliche 19 jährige Schüler aus Salzkotten liebt schnelle Kabrios, Hip Hop und den Blues. Das letztere wird ihn wohl zu einem Blues Brothers Abend verleiten.Ansonsten gilt:

Ingwer ist ein lustig` Mann, 

den man nur noch lieb haben kann ... .

 

Interesse, das;

Entscheidend für das Gelingen unserer Freizeit. Die Wünsche pflegen - ähnlich wie zu Weihnachten - in Erfüllung zu gehen. Da gibt es dann die supertolle Neigungsgruppe, auf die man schon sein ganzes Leben gewartet hat und klasse Angebote wie Spülen oder Klo putzen.

 

Joe (2. Freizeit), 

Er glaubt, er sei Bundesleiter, wir zweifeln daran. Ansonsten wird er 

a) einen Hermann essen.

b) Faxen mit den Herren Lutz machen.

c) das zweite Dutzend Freizeiten beginnen.

d) mit Deimekes Tobi eine Nacht lang Schafkopfen.

e) den höchsten Bauchladen der Welt betreiben.

f) drei Wochen hoffen, um seine Kaffeetasse nicht verlegen zu sein.

g) mit Olli Südtirol aufforsten. 

h) beim Spiel gegen die Grumis ein Eigentor schiessen. 

i) eine Geisterstunde veranstalten.

j) ..

 

Josef (2. Freizeit); 

versucht es mit Gemütlichkeit. Aber wehe er wird erzürnt, dann fährt er seine Tatzen aus und wo er hinhaut, wächst kein Gras mehr. Dies gilt besonders beim LeiterInnen-Grumi-Fussballspiel, wo seine Flankenläufe, Vorlagen und Torschüsse gefürchtet sind. In den abendlichen LeiterInnenrunden legt er übrigens ein ähnliches Verhalten an die Nacht. Wenn nötig bis spät am frühen Morgen. Und dann macht die Freizeit richtig Sinn und Spass. 

Nein, jetzt aber ganz im Ernst: Ohne Josi - so heisst Josef nämlich - hätten die Pitschölerfreizeiten nicht den heutigen Kultstatus. Und das schon seit neun Jahren. (O-Ton Josi: “Ich bin so gerührt” - “Gern geschehen”) 

 

Julia, die;

ist bereits vor Urzeiten eine KSJ’lerin gewesen. Allerdings hat sie den einen elemantaren Fehler gemacht, nie eine Freizeit auf dem Pitschöler mitgemacht zu haben. Das ist natürlich unverzeihlich, aber lässt sich Sekunden vor dem Jahrtausendwechsel noch ändern. Und zwar 19 mal 24 mal 60 zum Quadrat Sekunden lang. 

 

Knalltüte, die:

Kommt zwar gelegentlich Knall auf Fall, sollte aber keinesfalls mit einem Destruktionstrieb seiner Verursacher gleichgesetzt werden. Vielmehr handelt es sich bei dieser Wortkonstruktion um die legendäre Paderborner Stadtgruppenzeitung der KSJ. Im Redaktionsteam munkelt man schon erwartungsvoll von möglichem Nachwuchs. Interessierte jedenfalls sind dort immer gern willkommen.

 

Kochteam, das;

Damit es nicht jeden Tag “Ravioli metalica” oder sonstigen Fraß aus der Dose gibt, fahren natürlich wie jedes Jahr wieder Köche mit. Man bedenke nur mal das entstehende Chaos, wennnach einer langen Tageswanderung sich nicht der süße Duft von gebratenem Fleisch und frischem Gemüse von der Küche auf die anderen Räumlichkeiten ausbreiten würde! 

Den Dienst des Mäulerstopfens für die 1. Freizeit übernehmen in diesem Jahr Julia Knaup und Daniela Schröder. Die beiden frischgebackenen Abiturientinnen rätseln bereits im Vorfeld, wieviel eine Horde hungriger Wanderer an einem Tag verschlingen kann, um den Essensplan für die 2Wochen am Hof zu planen. Man erhofft sich dabei dann natürlich, daß für alle Geschmäcker etwas geboten wird. Lassen wir uns überraschen!

Für die 2. Pitschifreizeit werden Bianca Finke und Fee XYZ die Kochlöffel schwingen und gemeinsam die Grumibagage und Leiterschar verköstigen.Zahlreiche Grossküchen durften sich glücklich schätzen, ihre Kochkünste zu erleben. Der Spezialbegriff lautet Oiko- & Oecotrophologinnen. 

 

KSJ, die:

Kein Südtiroler Jugendreisebüro (KSJ), wie einige Lästermäuler KSJ übersetzen, sondern ein konkurrenzlos sinnvolloser Jugendverband, der eben einzig, nicht artig ist. Der seit 20 Jahren Freizeiten auf den Pitschöler Hof schickt, der mit der Knalltüte eine aufmüpfige amüsante Stadtgruppenzeitung sein Eigen nennt, und am Freitag nach dem Elternabend, zwei Plakatwände direkt an der Papamobilrennstrecke mit der Forderung nach Frauenpriestertum an und Ausmalt. Kurz gesagt: in der KSJ existieren viele wahrlich witzige Wesen, Unwesen treibend, die die Welt auf den Kopf stellen und Horizonte überspringen...

 

Küchenkabinett, das;

tagt nachts in der Küche des Pitschölers. Die handverlesene Teilnehmerliste besteht zur frühen Morgenstunde aus jenen hartgesottenen Elementen, die des Redens über Laurin und seiner Welt nicht müde werden und sich verpflichtet fühlen, den Sumpf der alkoholischen Getränke höchst selbst staubtrocken zu legen. Wurde in den Achtzigern noch engagiert über Friedenspolitik gestritten, so ist die Generation der Neuziger eher pragmatischer und fällen ihren eigenen Doppelbeschluss. Wie das “Atomwaffenfreie Zone” Schild am Karerpass zu entwenden. Kurzer Tip: Kreuzschlitz

 

Kult, der;

Kult ist in der KSJ die etwas ketzerische Kurzformel für die „religiösen Elemente„: Messen, Morgen- und Abendrunden, Agapefeiern, Meditationen zu Tisch, liturgische Nächte.

Die KSJ ist ein Ort, wo man die Möglichkeit hat, mit anderen den Glauben zu leben und dies nicht in stark vorgeschriebener Form sondern frei und offen für Experimente. Das heißt nicht, daß man als Leiter oder Grumi unbedingt furchtbar gläubig sein muß. Ganz im Gegenteil. Die kritische Sicht von “glauben” und Kirche ist wichtig. Aber in der Freizeit sollte man doch die Bereitschaft mitbringen, sich auf Kultelemente einzulassen und sie nicht von vornherein abzulehnen.

 

Lars, Erich (1. Freizeit);

versucht immer noch mühsam, sich das Recht zu erkämpfen, sein hofeigenes Müllunternehmen mit dem Auto betreiben zu dürfen. Die Jungen können ihm zu jeder Tages- und Nachtzeit ihren Liebeskummer und ihre sonstigen Probleme anvertrauen. Er berät euch gerne und kann so auch seinen unentwegten Drang zum Kommentieren ausleben. Doch wäre er ein Mädchen, so hätte er etwas anderes zu tun (?).

 

Lars Ernesti (1. Freizeit);

ist der mit den Locken. 

Der 19-jährige mit dem vor kurzem neu erworbenen Abitur fährt zum 

1. Mal mit zum Pitschöler Hof und muß sich dort einen totalen Mysterium stellen. Ansonsten schwingt er in seiner Freizeit bei der Henglaner Volkstanzgruppe das Tanzbein oder man findet ihn inbrünstig feiernd auf einer Dorfparty im Altenautal. 

 

Latemar, der;

Der Gebirgszug läßt sich ausgezeichnet vom Balkon oder Klo anschauen. Besonders beeindruckend erscheint er im Abendrot und bei Vollmond. Wahrlich ein Naturschauspiel, das seines Gleichen sucht. 

Das Latemar hat zwei Gipfel, wobei witzigerweise die östliche Spitze zwar höher ist, die westliche aber das Privileg des Gipfelkreuzes besitzt. Dort in 2798 Meter Höhe endet die Königsetappe jeder Pitschölerfreizeit.

 

Markus (2. Freizeit), 

würde, wenn er nicht nach Südtirol fahren würde, vermutlich nach Cuba, bzw. ins Cuba auswandern und von der legendären Rückennummer 18 träumen. Seine Ausdrucksstärke ist einfach faszinierend und fenomenal, deswegen ist er beim Flaschendrehen auch hauptverantwortlicher Chefe geworden. Er hat gerade noch eine Wette laufen: Sich mit verbundenen Augen rückwärts vom Pitschöler Hof bis zum Dreieck zu beamen. Überwacht von Udo, dem Oberhofjuristen. Hoffentlich stürtzen die beiden nicht vorübergehend in der Meierei ab. 

MdPs, die

frei übersetzt: Mitglieder des Pitschölerparlaments. Das sind alle Grumis. Die Jungparlamentarier versuchen eine Pitschölerpräsidentin samt Präsidenten und Vize ins Amt zu katapultieren, um in der LeiterInnenrunde ureigenste Grumiinteressen durchzusetzen. Wenn die Grumis clever sind, wird der kleine demokratische Finger der Pitschölerverfassung als revolutionäre Hand gedeutet. Nach der Erstürmung der Küche, wird der LeiterInnenpöbel ins Exil (in die Meierei?) geschickt. Besonders flegelhaf(z)te LeiterInnen werden der Guillotine übergeben. Anleitung siehe Revolutionsbuch.

 

Mexikanertag, der;

Der Mexikanertag erinnert stark an den Sinnlostag, da auch hier ein Motto das Tagesgeschehen bestimmt. Die interessanteste Frage, die dieses Motto aufwirft, wird wohl die sein, wie man als Mexikaner auf dem Pitschöler Hof lebt oder vielmehr überlebt. Den einheimischen Blicken zu Trotz darf an diesem Tag der Ponscho übergeworfen und der Sombrero zurechtgerückt werden. Scharfes Essen ist natürlich auch vorgesehen, dafür stehen Sarah und Christian mit ihren Namen.

 

Miniwanderfreizeit, die;

Für 2 oder 3 Tage mal etwas anderes als den Hof sehen. Mit Rucksack, Zelt, Schlafsack, Isomatte und Verpflegung tapern wir mit einigen fitten und fröhlichen Grumis durch das Latemar- oder Rosengartengebiet und erleben die Natur auf eine andere angenehme Art und Weise.

 

Musik, die:

Mit Musik geht alles besser. Bringt ruhig eure Instrumente mit, zwecks Gründung einer intergalaktischen Hofband zur musikalischen Untermalung der Sensationen und Schauspiele rund um den Pitschöler Hof. Alles, was kleiner als ein Klavier und größer als eine Triangel ist, läßt sich nach Südtirol transportieren.

 

Neigungsgruppe, die;

hat nichts mit, wie in Bergen öfter vorkommenden Phänomenen wie Steigung und Gefälle zu tun, sondern mit Spiel, Spaß & Spannung: Bumerang - Bau, Batiken, Theater, Doko sind nur einige Beispiele dieses Genres. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

 

Oha - Erlebnis, das;

läßt sich leider nicht in Worte fassen oder schon jetzt vorhersagen, jedenfalls wird es durch und in der Freizeit geprägt. Deshalb: Abwarten und Tee trinken.

 

Phantasie, die;

ist das Wichtigste überhaupt. Läßt sich aus einer phantastischen Freizeit nicht wegdenken. Scheinbar grenzenlos sind ihre Möglichkeiten, es sei denn, die Nachtruhe läßt sie vorübergehend einschlafen.

 

Pitschöler, der;

Eine Ideenwelt

Warum wir mit den Grumis auf dem Pitschöler Freizeiten machen?

Uns geht es schlicht darum, mit den Grumis auf dem Pitschöler „einfach zu leben„.

- Leben auf einem Bergbauernhof bedeutet, auf die Natur ganz anders angewiesen zu sein, vielleicht auch den Naturgewalten viel näher ausgeliefert zu sein, als wir Stadtbewohner / Flachlandtiroler denken. So wunderten sich die Leute immer wieder, daß nach Gewittern der Strom ausfiel.

- Leben auf dem Pitschöler macht aber auch deutlich, wie überflüssig manche alltäglichen Gewohnheiten in punkto Konsum und Luxus plötzlich sein können. So existiert am Hof kein Fernseher, keine Mikrowelle kein Computer. 

- Andererseits „entdecken„ Grumis so eigene kreative Kräfte. So hat es einen Kunstwettbewerb gegeben, wo vier Kleingruppen „Loeb„ gestalten sollten. (Sie wissen nicht, wer oder was `Loeb` ist? Die LeiterInnen übrigens auch nicht.) Zwei Mobiles, eine rauchende Puppe und ein in Müllsäcken, Rasierschaum und Alu gewandeter Grumi als Ergebnis zeigte, daß wenn sie herausgefordert werden, Grumis mit ihrer Phantasie spielen / wuchern können.

- Damit ist das letzte Stichwort für die Ziele und Hintergründe der Freizeit gefallen: eigenverantwortliches Handeln. Dahinter steckt einerseits der Versuch nicht hierarchisch, autoritär oder pädagogisierend den Grumis zu begegnen, sondern partnerschaftlich. So mußten die LeiterInnen ebenso spülen, fegen, das Klo putzen wie die Grumis. Andererseits haben wir ihnen möglichst Spielraum gelassen, selbst das Hofleben zu regeln.

Die Frage nach dem Nutzen der Freizeit? Natürlich ist nach drei Wochen Pitschöler keine ökologisch - alternative Wende zu erwarten. Aber die Grumis haben bemerkt, daß es sich auch anders leben läßt. Die LeiterInnen übrigens auch. Aber was am meisten zählt: wir haben unheimlich viel Spaß miteinander gehabt.

( Ideenskizze entstammt den LeiterInnen Pitschöler 1/93 )

 

Quelle, die;

Quellen gibt es in Südtirol überall und Gott sei Dank sind sie noch nicht von der weltweiten Umweltverschmutzung erfaßt, so daß wir auf allen Bergtouren uns an jeder Quelle laben können.

 

Raseldaseldöh, der/die/das;

ist irgendwo auf dem Hof versteckt und wer es innerhalb der ersten achtundvierzig Stunden entdeckt und er/sie/es dem Leitungsteam übergibt - tot oder lebendig - kassiert das Kopfgeld. Teilnehmen kann jeder, der glaubt eine Spürnase zu besitzen. Das Leitungsteam ist dabei ausgenommen.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Jeglicher Bestechungsversuch wird vor einem ordentlichen Gericht zur Anklage gestellt. 

 

Rosengarten, der;

Damit ist nicht etwa des Nachbarn sorgsam gehegtes Blumenbeet gemeint, sondern der Ort eines Fluches. Vor langer, langer zeit soll unter den Dolomitenfelsen ein Zwergenkönig namens Laurin regiert haben. Der verguckte sich dann in die Tochter von Dietrich von Bern und verschleppte sie. Der Brautraub blieb natürlich nicht unbemerkt und Dietrich bekam einen Tip doch mal beim Rosengarten vorbeizuschauen. Es kam dann zu einem Showdown unter der Rotwand und nachdem Laurin seinen magischen Gürtel verloren hatte, hatte er nichts mehr zu bestellen, so daß er gefangengenommen werden konnte. Als er sich das letzte Mal umschaute und den Rosengarten leuchten sah, verfluchte er die Berge und sprach: Weder am Tage, noch in der Nacht, sollten sie jemals wieder leuchten. Glücklicherweise vergaß er in seinem Zorn die Dämmerung, so daß wir noch heute das Alpenglühen in vollen Zügen genießen können, was kein Märchen ist, trotzdem aber sagenhaft.

 

Rüdiger (1.Freizeit),

fährt bereits zum vierten Mal auf den Pitschi und ist nun nicht mehr das Nesthäkchen der 1. Pitschölerfreizeit, sondern der Teamchef des 1. FC Verbindlichkeit Anröchte. Ansonsten sorgt er entweder mit seinen Musikkassetten oder mit seiner Gitarre eigenhändig dafür, daß am Hof nie die Langeweile ausbricht und immer “gute” Musik zu hören ist. Somit ist “Kult” und Chaos vorprogrammiert. Dieses Jahr will er den Versuch unternehmen, einen Extrem-Kaffeetrinker-Workshop, sowie einen ein Duftsäckchen-Hääkel-Kräsch-Kurs auf die Beine zu stellen und sorgt mit Lars Erich dafür, daß der Hof frei von Müll und Socken bleibt.

 

Sahnehäubchen, das; 

alles andere als bittere Pillen, denn sie versüßen das Leben, sind aber nicht im Bauchladen käuflich zu erwerben und bleiben bis zum günstigsten Moment in der Freizeit ein wohlgehütetes Geheimnis.

 

Sarah,

wäre in der zweiten Freizeit mitgefahren und hätte Schwedenstühle gebastelt, die selbst Hitze- & Steinschlag absolut abgehalten hätten. Aber es hat nicht sollen sein, nun sitzt sie in der Uni, schreibt Klausuren und macht Prüfungen und würde doch viel lieber in der Küche Schabernack treiben ... 

 

Sinnlostag, das; 

ist alles anderes als das. Wenn Ihr versteht was wir meinen. Im Grunde genommen muss der gemeine Grumi einen mal mitgemacht haben. Die LeiterInnen kennen Sinnlosigkeiten zur Genüge und können rechtzeitig das Weite suchen. Echt sinnlos. . 

Die Gründung des Sinnlostages geht auf die 2. Pitschöler Ferienfreizeit 1997 zurück. Wie man vielleicht erwarten könnten, sind die Urheber nicht Udo und Tobi, sondern vielmehr Andi und Christian. Begonnen wird an diesem Tag mit dem sogenannten “Schlabbe-Weitwurf”, bei dem der erste Teil dieser Morgenrunde daraus besteht, sich die aerodynamischste Schlabbe zu suchen, um diese dann in hohen Bogen Richtung Ziel zu schleudern, welches sich irgendwo auf dem Schönblickweg befindet. Dadurch erinnert es stark an eine Abart von Boules.Der zweite Teil der Morgenrunde besteht zumeist aus dem Zurückholen der vom Ziel angekommenen, in Richtung Sägewerk geflogenen Geschosse. Weitere Aktionen werden aus spannungserhaltenen Maßnahmen aber nicht verraten... .

 

Seraphim Pümpel,

Inzwischen in Ehren pensionierter Schuhmachermeister. Er hatte seine Werkstatt an der alten Brennerstraße. Weil er auf so einen klangvollen Namen hörte, nennen schon Generationen von Grumis und Leitern den ehemaligen Kräutergarten hinter dem Pitschöler „Seraphim Pümpel„. Vor einem eindrucksvollen Naturpanorama lassen sich dort Lagerfeuer, Gottesdienste und vieles mehr feiern. Eingerahmt wird dieser beschauliche Ort von einer Inschrift am Eingang, die vor einigen Jahren zum Gedenken an einen Großen unserer Zeit während einer Freizeit entstanden ist.

 

Spülen, das;

ist seit Urzeiten nicht nur ein Grumijob, sondern auch der Prüfstein, wie partnerschaftlich und solidarisch sich die LeiterInnen gegenüber den Grumis verhalten. Auf dem Pitschöler gilt nicht: vom Tellerwäscher- zur Leiterei. Statt dessen lautet das althergebrachte Erfolgsrezept: Wer Teller dreckig macht, macht sie auch sauber! Dies gilt übrigens für alle Dienste.

 

Südtirol, das; 

Wehe dem, der einen Südtiroler einen Italiener nennt. Den holt der böse Watz, weil Südtirol früher zum Habsburger Reich gehört hat und nach dem ersten Weltkrieg als Kriegsbeute den Italienern zugesprochen wurde, ohne daß die Südtiroler Bevölkerung gefragt wurde. In den sechziger Jahren haben sich einige als Befreiungskämpfer gefühlt, bomben geschmissen und Strommasten gesprengt. Heutzutage vertragen sich im großen und ganzen die 60% Deutschen und die latinische Minderheit von ca. 2% mit den restlichen Italienern. Übrigens: Am Karerpaß verläuft die Sprach- und Provinzgrenze und beginnt die atomwaffenfreie Zone. 

 

Sven,(1. Freizeit);

ist dieses Jahr damit beschäftigt seine begnadeten Künste im Aqaurelling zu verfeinern, hungrigen Grumis die Leckereien des Bauchladens zu verhökern, aus dem er stets auch selber naschen wird. Sollte er sich einmal in der Nähe der Musikanlage unbeobachtet fühlen, so erklingt Momente später mit Sicherheit ein ohrenbetäubender Lärm. Schließlich wird er das bei der Durchführung der freizeitlichen täglichen Morgenrunden bitter nötig haben. Siehe auch Heavy Metal. Auch wird er die Telefondrähte glühen lassen, um so das heimische Paderborn mit den neuesten Informationen zu versorgen.

 

Svenja (Wanderfreizeit);

ist ebenfalls eine derjenigen, die es vorziehen ihre Freizeit lieber in den Pyrenäen als auf den Pitschöler Hof zu verbringen. Obwohl sie im letzten Jahr die kranken und hilfebedürftigen Grumis so liebevoll versorgt und beim Bauchladen für Ordnung und Disziplin gesorgt hat, scheint es sie wohl eher in eine andere Dimension zu ziehen. Dort oben in der Ferne will sie, weil sie ihre Gitarre und ihre Trommeln nicht mitnehmen kann, trotz allem nicht auf die Musik verzichten und bis dahin noch die Kunst des Mundharmonikaspielens erlernen. Viel Erfolg und Gut’ Luft!

 

Tabasco, das & Sambal Oelek, das & Pep(p)eroni, die:

Wurden auf dem Pitschöler Hof häufih eingesetzt, um herauszufinden, wer die schärfste Zunge auf dem Hof hat. Den Grumirekord hält ein gewisser Hagen H., der einen ganzen Löffel Tabasco ohne mit der Wimper zu zucken, schluckte. Über Neben- und Nachwirkungen ist im Anschluß nichts an die Öffentlichkeit gedrungen. Joe tränkte 1994 eine ansich, nicht üble Pizzasauce derarttig mit Tabasco, daß die überraschende, aber ungewollte Effekte auf die Krankheitsfälle der Freizeit hatte. Befreit die Atemwege, fördert die Verdauung. 

Tagesleitung, die;

haben zwei LeiterInnen und moderieren kreuz und quer durch den Tag und sollen nach eigenem Ermessen unmißverständlich den Tagesablauf auf dem Tagesplan schriftlich fixieren. Sie wirken sowohl als PlanwirtschaftlerInnen wie auch als ChaosforscherInnen.

 

Theater, das;

Gibt es auch in der Freizeit. Ansonsten ist Theater ein Freiraum, um machen zu können, was man will, und dann zu behaupten, es sei Kunst.

 

Tiger, der, die, das -le:

heißt die Katze, die seit einigen Jahren bei Toni am Hof herumstreunt. Tiger ist die einzige Katze, die wie ein Hund gehorcht. Häufig legt sich Tonis Katze mit Hunden von vorbeilaufenden Touris an, dabei hat sie schon einige ihrer sieben Leben verwirkt. 

 

Tobi (2. Freizeit); 

behauptet jeden mit dem Nachnamen Deimeke in Deutschland zu kennen, vielleicht bald auch in den weiten und tiefen Sphären des übergalaktischen Raumes des Weltalls, in dem er via Internet nach Aliens forscht.Als Lagerarbeiter (Materialverwaltung & Mädchenkümmerer) hat er immer dafür Sorge zu tragen, daß auf dem Hof immer alles da und an seinem richtigen Platz ist, schließlich sind gelegentlich auch unbekannte außerirdische Lebensformen am Hof gesichtet worden. 

Der Informatikstudent ist der Ruhehort des Teams, denn er ist durch nichts und niemanden aus der Ruhe zu bringen. Andererseits, so munkelt ein altes Freizeitteam, hat man ihn schon man reden hören:” Also, Leute, so langsam werde ich auch sauer!”. Ansonsten gestaltet er das Ressort “Hokus-Pokus”.

 

Toni Lutz

Besitzer eines der schönsten Bergbauernhöfe und wie die Sage zu berichten weiß, der Wettpate von Josef Kröger. Seitdem seine Tante gestorben war, bewirtschaftete Toni den Hof allein. Das Leben eines Junggesellen zu beschreiben, ist nicht leicht. Im Winter räumt er mit seinem stärksten Trecker Schnee oder sitzt in einem Lifthäuschen und schaut zu, wie die Touristen versuchen, Ski zu fahren.

Sommertags findet man ihn mit seinen Brüdern bei der Heuernte. Außerdem wartet er die Geräte bei der freiwilligen Feuerwehr. Das kommt nicht von ungefähr, denn Toni ist ein technisches Genie - das behaupten die Experten, die sich auf diesem Gebiet auskennen. Aber vielleicht streichen wir das alles und begnügen uns damit, zu schreiben, daß Toni einer der liebenswertesten Menschen ist und ihm der Schalk im Nacken sitzt. Und das ist keineswegs übertrieben. Aber das werdet ihr selbst merken, wenn ihr ihn kennenlernt. 

 

Udo, der 

pflegt als Jurist sein Pseudonym “Jonny Sinnlos”. Ausserdem ist er Spezialist der besten Eiscafés zwischen Salzkotten und Siemhild. Udos Gehirn ist übrigens linksdrehend, was ihn von normalen Menschen nur unwesentlich unterscheidet. Stets treibt ihn die Angst um seine naturkrause Haarpracht. 

 

Umwelt, die;

ist in Südtirol noch besonders schön, auch wenn der Holzindustrie mehr und mehr Bäume zum Opfer fallen. Und deshalb wollen wir auf der Freizeit Euer Umweltbewußtsein wecken. Daß man Picknickreste nicht einfach auf dem Gipfel liegenläßt, sondern wieder mit ins Tal schleppt, halten wir für ebenso selbstverständlich wie die Müllvermeidung, daß nicht Berge von Müll uns den Blick aufs Latemar nehmen.

 

Verantwortung, die;

tragen nicht nur die Leiter, sondern ist Sache aller vernünftiger Menschen. Je rücksichtsvoller wir miteinander umgehen, desto gelungener wird die Freizeit. Das gilt nicht nur für das Lostreten und Schmeißen von Steinen im Gebirge, sondern auch für das Vordrängeln beim Bauchladen. Merke: Der eine trage des anderen Last. (aus der Bergpredigt, gilt übrigens auch für Leiter!)

 

Volker (1.Freizeit);

oder auch Fokker 19 genannt, dabei handelt es sich nicht um einen finanziell abgesoffenen Flugzeugerbauer, sondern um einen pfennigfuchsenden Pfennigkrösus. Fokker fährt nun zum 4. Mal als Leiter, und dieses Jahr zur Premiere als Hauptverantwortlicher auf den Pitschi, und frei nach dem Motto “alles Benefiz, Fokker” macht er zusammen mit Ingwer die Finanzen. Dieses Jahr hat er es sich zur Hauptaufgabe gemacht, ein uraltes Ritual aufleben zu lassen: Er will zusammen mit Andrea (und ein paar fitten Grumis) die 2-Tagestour aus der Versenkung holen. 

Die Freizeit ist für ihn (immer noch) die Schatzsuche am Karasee. Viel Glück & Erfolg.Ob der diesjährige Abiturient sich erhofft, die Finanzen der Stadtgruppe zu retten, ist sein großes Geheimnis. Zusammen mit Kollege Scheips und der Geistlichen Leitung macht er die Stadtgruppenleitung.

 

Wanderfreizeit, die

sollte ursprünglich bis zum Nordpolarkreis führen, oder in die Pyrenäen. Josi warnte sie noch: “Fahrt nicht!” Aber ihm hörte keiner zu. Das ist aber nicht schlecht, weil sich jetzt das zweite LeiterInnenTeam sich die Wanderfreizeitcrew kapern wird. 

 

Wandern, das / Touren, die;

Berge gelten nicht nur als Kloattraktion oder als wild in der Gegend herumliegende Gesteinsmassen. So richtig versteht man ihren Sinn und ihre Faszination erst, wenn uns die Welt zu Füßen liegt, wenn wir den Blick weit in die Ferne schweifen lassen können, den Weitblick in vollen Zügen auskosten können. Natürlich ist es anstrengend, aber wir werden die Touren variieren und Alternativen anbieten, damit Wandercracks, Freunde der Gemütlichkeit und Gipfelstürmer gleichermaßen Spaß haben.

 

Weitblick, der:

In der Bergregion, besonders von Gipfeln, möglich. Immerhin heißt der Weg, an dem der Pitschöler Hof liegt, nicht umsonst Schönblickweg und wurde schon von kaiserlichen, bürgerlichen sowie proletarischen Schaulustigen besichtigt.

 

Welschnofen, das;

eine einmalige Chance, zu Beginn der Freizeit Luft der Zivilisation zu schnuppern, besondere Höhepunkte bietet das Schuhgeschäft, wo man günstig Wanderschuhe bekommt, und die Eisdiele, in der sie spätestens nach einer halben Stunde die gesamte Freizeit versammelt. 

 

X Chronos 

Sprich Kronos. Auch wenn das Wort aus dem Griechischen übersetzt, bleibt es geheimnisvoll:

Zeit, die; kann man sich vertreiben, verstreichen lassen, vergeuden, nutzen, haben, sich lassen, nehmen, und das alles drei Wochen lang auf dem Pitschöler Hof.

 

Yeti, der;

Der Südtiroler, Bergsteiger und Schriftsteller Reinhold Messner hat nach dem Genuß eines achtfach gezogenen Yogi Tees einige Fastbegegnungen mit dem Schneemenschen aus dem Tibet, der ihm riet, statt im Himalaja lieber Exkursionen ins Eskimoland oder die Sahara zu machen. Wer sich auf die Yetijagd begibt, kann davon erzählen...

 

Ziel, das der Freizeit;

Ein Ziel vor Augen hat wohl jeder, und aus diesem Grunde lassen wir Euch und uns die Freiheit, dies, jeder für sich, in Angriff zu nehmen.